Brigadegeneral Gustav Karl Nepomuk Giesbert Ferdinand Freiherr von Kreutznippel

Katapulte sind der Schlüssel zur modernen Kriegsführung! Dass das Pulver längst erfunden ist kümmert den arrivierten schnauzbärtigen Haudegen und Alt-Militaristen von Kreutznippel keineswegs. Schließlich focht er -nach eigenen Angaben- schon an der Seite des legendären Feldherrn Wallenstein und als "alter Hase auf dem Schlachtfeld" kommandiert er seit nunmehr 32 Jahren und 4 Monaten die 3. Division des 5. Corps, 4. ostpreußische (Reserve-)Armee.

Das von Seiten der Obersten Heeresleitung in ihn gesetzte Vertrauen hat jedoch schon mehrere herbe Schläge hinnehmen müssen und nachdem er in der Schlacht zu Jena und Auerstett das halbe Heer ins offene Messer marschieren ließ, musste er leider vereinzelte Degradierungen und schließlich die Versetzung in den Luftkurort Tilsit an der Memel über sich ergehen lassen.

Die dreitausend-Seelen-Gemeinde ist als militärische Spielwiese für den General gänzlich ungeeignet, weshalb sich die Wildbestände des nahe gelegenen Forstes binnen kurzer Zeit drastisch reduziert haben.

In stillen Momenten schwelgt der General in Erinnerungen an seine Wiener Zeit und seine damaligen Besitzungen, unter anderem das überwältigend fragile und schöne Frauenzimmer Theophila, von dem der General nur zu gerne in kleiner und großer Runde erzählt, ja seine stets plastisch und anregend illustrierten Ausführungen über Damen und legendäre Schlachten sind - insbesondere nach dem ein oder anderen Krüglein Apfelmost - nur mäßig glaubhaft.

Wenn der General sich morgens erhebt so steht fest, auch heute tut ein großer Mann wieder große Taten...